Wer es versteht, hinter die Fassaden des Massentourismus zu schauen, und wer jenseits der belebten Strände die traumhafte Landschaft und die ursprünglichen Dörfer erblickt, lernt ein anderes Mallorca kennen - die „Isla da la Calma“, die „Insel der Stille“. Bei frühlingshaften Temperaturen und meist sonnigem Wetter präsentierte sich dann auch Mallorca Ende Februar der 24-köpfigen Reisegruppe von seiner schönsten Seite.
Ausgangspunkt der achttägigen Reise war das komfortable Hotel „Bahia del Sol“ in Santa Ponsa. Ein erster Ausflug führte direkt in das malerisch gelegene Bergdorf Valldemossa. Bereits aus der Ferne genießt man herrliche Ausblicke auf das verschachtelte Häusergewirr rund um das große Karthäuserkloster. Berühmtheit erlangte das Kloster durch den Aufenthalt von Frédéric Chopin, der dort den Winter 1838/39 mit seiner Geliebten, der französischen Schriftstellerin George Sand verbrachte. Auf dem Weg nach Sóller im Nordwesten der Baleareninsel ist ein Stopp bei den üppig grünen „Feengärten“ von Alfabia unerlässlich, wo wunderschöne Mandel- und Orangenplantagen die Besucher in ihren Bann ziehen. In Sóller genoss die Gruppe ein mallorquinisches Frühstück der besonderen Art, serviert in einer der drei letzten noch funktionierenden Olivenölpressen. Haus-gebackener Gemüsekuchen, Oliven, Käse und Brot und natürlich ein kräftiger Landwein verwöhnten den Gaumen der Reiseteilnehmer. Ein Spaziergang durch die malerischen Gassen von Fornalutx ist an einem solchen Tag ebenfalls Pflicht. Das rund 500 Seelen zählende Dorf nordöstlich von Sóller ist ein beliebtes Ausflugsziel und wurde bereits dreimal hintereinander zum schönsten Dorf Spaniens gekürt. Viel Spaß hatte die Reisegruppe auch auf dem berühmten Bauernmarkt von Sineu, auf dem es vom Hosenknopf bis zum Esel alles zu kaufen gibt. Die eine oder andere Spezialität sorgte dabei auch schon mal für leichtes Übergewicht beim Reisegepäck.
Ein besonders Highlight erlebten die Mitreisenden mit dem Besuch des im Westen der Insel gelegen Landgutes La Granja. Der zum Freilichtmuseum umgebaute Landsitz nimmt den Besucher mit auf eine Reise in Vergangenheit und bietet zahlreiche Einblicke in das ländliche Leben früherer Jahrhunderte. Nach der Besichtigung konnten selbstgekelterte Weine und frisch zubereitete, landestypische Köstlichkeiten verkostet werden.
Neben all der abwechslungsreichen Landschaft und vielfach noch unberührten Natur darf natürlich auch ein Besuch der Inselhauptstadt nicht fehlen. So brachte ein halbtägiger Ausflug der Reisegruppe die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten Palmas näher, beginnend mit der Kathedrale La Seu, dem Wahrzeichen der Stadt. Außerdem blieb genügend Zeit für einen Abstecher in die C’an Joan S’Agio, Palmas ältester Schokoladenstube, in der den Gästen flüssige, heiße Schokolade zusammen mit einer leckeren Enseimada serviert werden. Die romantische Altstadt und zahlreiche Straßencafes luden am Nachmittag bei frühsommerlichen Temperaturen noch zum entspannten Bummeln und Verweilen ein.
Den Abschluss der abwechslungsreichen Woche bildete der Besuch des bekannten Wallfahrtsortes Kloster Lluc und eine Stippvisite am nördlichsten Teil der Insel, dem Cap Formentor. Mit der Verkostung regionaler Weine und Pastetenspezialitäten in der Bodega Marcia Batle endete dann der letzte Tag; ein krönender Abschluss der harmonisch und erholsam verlaufenen Kundenreise der Raiffeisenbank.